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Tarifverträge Ärzte

Tarifverträge Ärzte

für Ärzte

Ärzte durchlaufen eine umfangreiche Ausbildung, genießen aufgrund ihres anspruchsvollen Berufes hohes Ansehen und werden gut bezahlt. Für fast alle Mediziner in Festanstellung regeln die Tarifverträge für Ärzte das entsprechende Gehalt.

In Deutschland werden je nach Arbeitgeber Ärzte-Tarifverträge unterschieden. Es gibt den Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern (TV Ärzte/VKA), Tarifverträge für Ärzte an Universitätskliniken (TV Ärzte TdL) und Tarifverträge für Ärzte an privaten Klinikkonzernen. Die Tarifverträge enthalten das Grundgehalt für Ärzte, Fachärzte, Oberärzte und leitende Oberärzte sowie die Gehaltsentwicklung mit zunehmenden Berufsjahren. Chefärzte werden meist nicht nach Tarifvertrag bezahlt, sondern handeln ihr Gehalt selbst mit dem Arbeitgeber aus.

Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern

Der Ärzte-Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser wird mit TV-Ärzte/VKA abgekürzt, wobei VKA für Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände steht.

Durchschnittlich arbeitet ein Mediziner an einem kommunalen Krankenhaus 40 Wochenstunden, verteilt auf fünf oder teilweise auf sechs Tage. Aufgrund des Schichtdienstes wird die wöchentliche Arbeitszeit als durchschnittlicher Wert eines Jahres berechnet. Laut Tarifvertrag darf ein Arzt pro Schicht bis zu zwölf Stunden täglich arbeiten.

Verdienst für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern laut TV-Ärzte/VKA

Mediziner werden in den Ärzte-Tarifverträgen je nach Position in verschiedene Entgeltgruppen eingestuft. So gilt für angestellte Ärzte die Entgeltgruppe I, für Fachärzte die Gruppe II, für Oberärzte die Gruppe III und für leitende Oberärzte die Entgeltgruppe IV.

Die Entgeltgruppen I und II umfassen sechs Stufen, welche die Berufserfahrung abbilden. Mit jedem weiteren Jahr Berufserfahrung erreichen die Ärzte eine höhere Stufe. Die Entgeltgruppe III gliedert sich in drei Stufen und die Gruppe IV beinhaltet noch zwei Stufen.

Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern 2021 – TV-Ärzte/VKA – Gültigkeit: 01.01.2021 – 30.09.2021

(Quelle: https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/aerzte/kommunal?id=tv-aerzte-vka-2021&matrix=1)

Tarifverträge für Ärzte an Universitätskliniken

An Universitätskliniken werden alle Ärzte nach dem Tarifvertrag für Ärzte bezahlt. Dies schließt auch Zahnärzte und Ärzte im Justizvollzugsdienst ein. Als Voraussetzung gilt, dass der Arbeitgeber Mitglied in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist. Ärzte an Universitätskliniken arbeiten durchschnittlich 42 Stunden wöchentlich. Damit sind sie pro Woche zwei Stunden länger beschäftigt als Ärzte an kommunalen Krankenhäusern, bekommen aber dafür ein höheres Gehalt.

Tarifvertrag für Ärzte an Universitätskliniken 2021 – TV-Ärzte/VKA – Gültigkeit: 01.10.2020 – 30.09.2021

(Quelle: https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/aerzte/uniklinik?id=tv-aerzte-2021&matrix=1)

Tarifverträge für Ärzte an privaten Kliniken

Auch an privaten Krankenhäusern in Deutschland werden festangestellte Ärzte in der Regel nach Tarifverträgen bezahlt. Entsprechend ihrer Tätigkeit als Arzt, Facharzt, Oberarzt oder leitender Oberarzt und der Zahl ihrer Berufsjahre werden die Mediziner in Gehaltsklassen eingestuft. Genaue Beträge zu den Tarifverträgen können auf den Internetseiten der jeweiligen privaten Kliniken eingesehen werden. Mit zunehmend höherer Position und Spezialisierung steigt die Wahrscheinlichkeit für außertarifliche, verhandelte Gehälter.

Tarifverträge und Gehaltsstufen beim Wechsel des Arbeitgebers

Die Entgeltstufen in den Ärzte-Tarifverträgen spiegeln die Berufserfahrung in der jeweiligen Gehaltsgruppe bei einem Arbeitgeber wider. Die Berufsjahre können bei einem Wechsel des Arbeitgebers angerechnet werden.

Der Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sieht vor, dass Vorbeschäftigungen, welche für die neue Tätigkeit relevant sind, einbezogen werden. Auch im Tarifvertrag für Universitätskliniken ist festgelegt, dass einschlägige Berufszeiten berücksichtigt werden.

Ärzte Tarifverträge und Gehälter im Überblick

Ärzte und Ärztinnen genießen ein hohes Ansehen und haben einen anspruchsvollen, abwechslungsreichen und erfüllenden Job – und sie werden vergleichsweise gut bezahlt. Doch wie hoch genau ist ein Arzt-Gehalt? Wie viel verdient ein Oberarzt in Deutschland? Und welche Unterschiede gibt es zwischen kommunalen Krankenhäusern, Uni-Kliniken und privaten Kliniken? All das regeln die Tarifverträge für Ärzte und Ärztinnen, die für fast alle festangestellten Mediziner gelten.

Welche Tarifverträge für Ärzte gibt es?

In Deutschland gibt es verschiedene Ärzte-Tarifverträge: für Universitätskliniken, für kommunale Krankenhäuser sowie für private Kliniken. Sie alle enthalten nicht nur das Grundgehalt für Ärzte und Ärztinnen, für Fachärzte, Oberärzte und leitende Oberärzte, sondern auch die Gehaltsentwicklung im Laufe der Jahre. Chefärzte werden in der Regel nicht nach einem Tarifvertrag bezahlt, sondern handeln ihr Gehalt selbst aus.

1. Tarifvertrag für Ärzte und Ärztinnen an kommunalen Krankenhäusern

  • TV Ärzte/VKA

2. Tarifverträge für Ärzte an Universitätskliniken

  • TV Ärzte TdL

3. Tarifverträge für Ärzte an privaten Klinikkonzernen

Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern

Der Tarifvertrag Ärzte für kommunale Krankenhäuser trägt die offizielle Abkürzung TV-Ärzte/VKA. VKA steht für Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Die neueste Fassung stammt von Mai 2019. Neuere Tarifverhandlungen mit prozentualen Gehaltserhöhungen basieren auf diesen Werten.

Im Schnitt arbeitet ein Arzt an einem kommunalen Krankenhaus 40 Stunden pro Woche. Diese werden auf fünf, notfalls auch auf sechs Tage verteilt.

Da Ärztinnen und Ärzte überwiegend im Schichtdienst tätig sind, wird die wöchentliche Arbeitszeit als Durchschnittswert für ein ganzes Jahr berechnet. Pro Schicht darf ein Mediziner laut Ärzte-Tarifvertrag bis zu zwölf Stunden am Tag arbeiten.

Wie viel verdienen Ärzte an kommunalen Krankenhäusern?

In den Ärzte Tarifverträgen werden die Mediziner in verschiedene Entgeltgruppen eingestuft. Entgeltgruppe I gilt für angestellte Ärzte, Entgeltgruppe II für Fachärzte. In die nächste Stufe fallen Oberärzte. Die Entgeltgruppe IV ist für Leitende Oberärzte und Oberärztinnen gültig.

Innerhalb der Entgeltgruppen I und II gibt es sechs weitere Stufen, die sich auf die Berufserfahrung beziehen. Bereits nach einjähriger Tätigkeit wird der Mediziner laut dem Ärzte-Tarifvertrag in Stufe zwei eingeordnet. Alle weiteren Stufen erklimmen die Ärzte oder Ärztinnen nach einem weiteren Jahr Berufserfahrung. In der Entgeltgruppe III gibt es drei Stufen, in Gruppe IV nur zwei.

So viel verdienen Ärzte nach laut Tarifvertrag TV-Ärzte/VKA

Seit dem 1. Januar 2020 gelten folgende Gehälter gemäß dem Ärzte-Tarifvertrag (Bruttobeträge in Euro und auf einen Monat bezogen):

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6

I           4.602,70         4.863,62         5.049,94         5.372,93          5.758,05         5.916,45

II          6.074,82         6.584,17         7.031,41         7.292,30          7.546,94         7.801,61

III         7.609,09         8.056,30         8.870,03         –          –           –

IV        8.950,73         9.590,58         –          –           –          –

Ab 1. Januar 2021 erhöht sich das Entgelt laut Ärzte-Tarifvertrag wie folgt:

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6

I           4.694,75         4.960,89         5.150,94         5.480,39          5.873,21         6.034,78

II          6.196,32         6.715,85         7.172,03         7.438,15          7.697,88         7.957,64

III         7.761,27         8.217,43         8.870,03         –          –           –

IV        9.129,74         9.782,39         –          –           –          –

Ärzte-Tarifverträge für Universitätskliniken

Alle Ärzte an Universitätskliniken werden nach dem Tarifvertrag für Ärzte bezahlt. Dies gilt auch für Zahnärzte und Zahnärztinnen sowie für Ärzte im Justizvollzugsdienst, die sich dort um die Patientenversorgung kümmern. Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitgeber Mitglied in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist, daher auch die offizielle Abkürzung Tarifvertrag für Ärzte (TdL). Ärzte an Universitätskliniken müssen im Schnitt 42 Stunden pro Woche arbeiten, also zwei Stunden mehr als Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Dafür ist das Arzt-Gehalt etwas höher.

Tabelle gültig von Oktober 2019 bis September 2020 (Bruttobeträge in Euro und auf einen Monat bezogen)

ab dem           1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr

Arzt     4.747,01         5.016,08         5.208,26         5.541,41          5.938,57         6.093,48

ab dem           1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr           13. Jahr

Facharzt          6.265,29          6.790,61         7.251,86         7.511,05         7.652,35         7.847,64

Oberarzt         7.847,64          8.308,89         8.968,72         –           –           –

CA-Vertreter   9.231,40          9.891,22         10.416,52       –           –           –

Ärzte-Tarifverträge an privaten Kliniken

In Deutschland gibt es neben den kommunalen Kliniken und den Universitätskliniken auch private Krankenhäuser. Auch hier werden festangestellte Ärzte überwiegend nach nach Tarifverträgen bezahlt. Die Mediziner werden entsprechend ihrer Tätigkeit als Arzt, Facharzt, Oberarzt oder Leitender Oberarzt sowie der Zahl der Berufsjahre in Gehaltsklassen eingeteilt. Konkrete Zahlen zu den Tarifverträgen sind auf den Internetpräsenzen der jeweiligen privaten Krankenhäuser. Je höher die Ärzte auf der Karriereleiter klettern oder je spezialisierter sie sind, desto wahrscheinlicher sind Gehälter außertariflich und damit Verhandlungssache.

Gehaltsstufen bei Arbeitgeberwechsel

Die einzelnen Entgeltstufen in den Tarifverträgen beziehen sich auf die Berufserfahrung innerhalb der Gehaltsgruppe bei einem Arbeitgeber. Beim Wechsel des Arbeitgebers können die Zeiten unter Umständen angerechnet werden.

Im Tarifvertrag für die kommunalen Krankenhäuser ist festgelegt, dass Vorbeschäftigungen angerechnet werden, wenn sie für die vorgesehene Tätigkeit förderlich sind. Im Tarifvertrag für Universitätskliniken steht ähnlich, dass Zeiten mit einschlägiger Berufserfahrung als förderlich gelten und angerechnet werden.